Weltreise Tagebuch

#08 Auf zu Koh Koods Traumstränden

Carsten

14. bis 16. Dezember 2017

Unser erster Versuch eine Unterkunft ganz ohne Vorbuchung zu finden. Mitten in der High Season. An einem echten Traumstrand. Auf einer echt tollen Insel.

Es ist kurz nach Sonnenaufgang und wir packen unsere Rucksäcke. Ein Speedboot wird uns heute nach Koh Kood bringen. Die Insel der Traumstrände und wo schon Hollywoodgrößen wie Angelina Jolie und Co verweilt haben sollen. Wir sind gespannt!

Zuvor gibts wieder ein leckeres Frühstück, mit Ananas, Trauben, Papaya, Wassermelone und Toast mit Erdnussbutter, sowie selbst gemachter Marmelade.

Herzliches verabschieden. Ein Pick Up bringt uns zum gut gefüllten Speedboot. Ein paar müssen während der Überfahrt stehen, wir glücklicherweise nicht. Dafür sind nur noch Sitzplätze in der prallen Sonne übrig und der erste Sonnenbrand wird sich noch zeigen. Der Fahrtwind pfeift uns um die Ohren und dank glatter See ist die Fahrt nicht allzu ruppig. Fast jedes Strand Resort auf Koh Kood scheint einen eigenen Pier zu haben, so dass die Crew immer nur das entsprechende Resort als Anlegestelle ausruft. Nach 45min kommen wir an einem Traumstrand an und steigen aus.

Nadines Haare

Vom Winde verweht

Wir hoffen hier eine Unterkunft für sechs Tage zu finden. Gebucht haben wir nichts, aber von einem anderen Reisenden diesen Tipp hier bekommen. Wird schon klappen. Über den brüchigen und irgendwie wellenförmigen Pier erreichen wir Siam Beach. Wir fragen uns durch und erfahren, dass unser anvisiertes Resort nur noch was für drei Tage hat. Schade. Wir gehen weiter – mit unserem gesamten Gepäck geht es den Strand dem südlichen Ende entgegen. Da ganz hinten gibt es doch auch noch ein paar Hütten.

Ab über eine weitere krasse Wackelbrückenkonstruktion und schon kann ich mir die letzte freie Hütte dieses Resorts, anschauen. Tolle Lage! – aber leider direkt über einem Termitenbau von der Größe eines Clubsessels. Die Hütte ist komplett befallen und baufällig. Okay, die wird es nicht, erst recht nicht für 1200Bt (31,40€). Na gut, dann werden wir wohl die erste Unterkunft für drei Tage nehmen. Leider gab es zwischendurch eine weitere Buchung, so dass wir nur noch was für zwei Tage kriegen können. Es sei auch wieder die letzte verfügbare Hütte. Hauptsache erstmal unterkommen, denken wir. Wir zahlen und wollen einziehen…äh, nee doch nicht…leider stehen wir in einer weiteren abgewrackten Hütte mit löchrigem und viel zu kleinem Moskitonetz, das sich gar nicht schließen läßt. Nadine denkt „wird schon gehen“. Ich denke „verarschen kann ich mich alleine“ 🙁 Also wieder nach vorne zur Rezeption…freundlich bleiben, lächeln…nein, es gibt nichts anderes Freies, sehen Sie hier, alles ausgebucht auf dieser Liste…ok, ich überlege nochmal und will später Bescheid geben ob wir bleiben. Handy raus, Unterkünfte checken…Agoda App geöffnet, gleiches Resort gefunden mit einem tiptop aussehendem Bungalow für 1600 Bt zwei Tage frei…gleich wieder zur Rezeption und diesmal mischt sich eine ältere Dame des Resorts ein und verhandelt mit mir. Sie zieht eine andere Buchungsliste heraus und zeigt mir den von mir angesprochenen Bungalow von der Agoda App. Wir lächeln, bleiben freundlich und wir bekommen den schönen Bungalow. Geht doch. Freundlich bleiben, lächeln und nicht klein beigeben. Alle wahren ihr Gesicht, keiner verliert. Im günstigen Fall gewinnst Du, so wie wir heute 🙂

Hallo Traumstrand, wir bleiben zwei Tage bei dir.
Wir erfreuen uns an der Aussicht, dem feinen Sand und dem Hammer warmen und türkisfarbenen klaren Wasser. Hundert Meter kann man hier reingehen und immer noch stehen. Dazu relativ wenig Plastik am Strand, es wird täglich sauber gemacht, zumindest oberflächlich. Wir sehen kleine und größere Fische und Krabben mit und ohne Haus. Die Kokospalmen sehen toll aus. Man darf nur nicht vergessen, dass es viele böse Unfälle durch herabfallende Kokosnüsse gibt. Also Obacht am Strand!

Im Restaurant unseres Resorts bekommt man Reisnudeln Thailändischer Art mit einer roten Sauce…. namens Ketchup. Wir verzichten das nächste Mal auf das Essen mit Meeresblick und folgen den Tipps zu den fußläufig gelegenen Restaurants. Im Chiang Mai und Bangbao Home erleben wir tolle thailändische Küche.

Die nächsten vier Tage werden wir im Norden der Insel verbringen. Über Internet haben wir das Ao Salat View gefunden, dass mit quietschebunten süßen Bungalows und sehr tollen Bewertungen einlädt.

Einen weiteren Tag direkt am Meer haben wir noch. Wir gehen spazieren, fotografieren, planschen im Wasser, chillen im Schatten und mit kleinem Sonnenbrand kehren wir zurück zum Bungalow 😉

Partiell rot packen wir unsere Sachen und werden vom Manager der neuen Unterkunft mit dem Pick Up kostenlos abgeholt. Was für ein Service. Wir fahren einmal quer über die Insel, am Geldautomaten bekommen wir Nachschub, denn hier auf Koh Kood, wie auf den meisten kleinen Inseln, ist nur Bares Wahres. Danach geht es rauf und runter, mal links mal rechts und meistens einsam geradeaus die Straße entlang.

Unser neuer Bungalow…super schön, sauber und modern, klasse Ausblick auf das Wasser und das Fischerdorf Ao Salat. Hier lässt es sich aushalten bei leichtem Wind und schattiger Terrasse. Die beiden Besitzer und ihr Angestellter sind unglaublich nett und fürsorglich. Da wir auch hier wieder Roller ausleihen können, werden wir natürlich die Insel erkunden.

Kurzinfo:

  • Koh Kood liegt südlich von Koh Mak
  • hat 2.000 Einwohner
  • ist 23 km lang und 9 km breit
  • und damit der am geringsten besiedelte Distrikt Thailands

Bis Morgen dann 🙂

 

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